Entwicklung
KI-Systeme, die Sie danach selbst betreiben können
Wir konzipieren, programmieren, betreiben und warten produktive KI-Systeme — auf Schweizer Infrastruktur, gegen messbare Abnahmekriterien, mit Quellcode und Betriebshandbuch in Ihrer Hand. Gestaffelt bestellbar, mit Ausstieg nach jeder Stufe.
Unser Entwicklungs-Verständnis
Was «Entwicklung» bei uns heisst — und was nicht
Ein KI-System ist kein Projekt, das mit dem Go-Live endet. Es hat einen Modellstand, der veraltet, eine Wissensbasis, die driftet, und eine Antwortqualität, die niemand kennt, solange sie nicht gemessen wird. Wer nur die Erstellung bestellt, kauft ein Artefakt; wer Betrieb und Wartung mitdenkt, kauft eine Fähigkeit.
Wir bauen deshalb von Anfang an auf Übergabe hin: containerisiert, dokumentiert, mit Testfragen und Gold-Sets, gegen die sich Qualität nachprüfen lässt. Ob wir das System danach betreiben oder Ihre IT es übernimmt, ist eine Entscheidung, die Sie treffen — nicht eine, in die Sie hineinwachsen, weil niemand sonst den Code versteht.
Abgrenzung: Ein Workshop vermittelt Wissen. Beratung ordnet ein, priorisiert und begleitet. Entwicklung liefert ein laufendes System. Die drei greifen ineinander, sind aber getrennt bestellbar — und wenn ein Workshop reicht, sagen wir das.
Vier Phasen, vier Liefergegenstände
Erstellung
Anforderungen, Architektur und die Messlatte — bevor eine Zeile Code entsteht.
- Requirements-Workshop mit Fachbereich, IT und den späteren Nutzerinnen und Nutzern
- Architektur-Entscheid inklusive Datenhaltung, Modellwahl und Betriebsort
- Testfragen-Katalog und Gold-Set — die Kriterien, gegen die später abgenommen wird
- Machbarkeits-Abschätzung: was in dieser Datenlage realistisch erreichbar ist
Programmierung
Umsetzung als versioniertes, containerisiertes System — kein Prototyp, der später neu geschrieben wird.
- Datenaufnahme und Aufbereitung aus Ihren bestehenden Quellen
- Verarbeitungsstrecke, Weboberfläche und Schnittstellen zu Ihren Systemen
- Automatisierte Tests plus Qualitätsmessung gegen das Gold-Set
- Docker-Setup, das auf Ihre eigene Infrastruktur überführbar ist
Betrieb
Laufender Betrieb auf Schweizer Infrastruktur, mit einer Oberfläche, die zeigt was das System tut.
- Hosting in Schweizer Rechenzentren, keine US-Anbieter
- Betriebsoberfläche für Durchläufe, Fehler und Wiederholungen
- Protokollierung und Alarme mit definierten Exit-Codes
- Sicherung der Daten und dokumentierte Wiederherstellung
Wartung und Weiterentwicklung
Ein KI-System altert schneller als klassische Software. Modelle werden abgekündigt, Daten verändern sich.
- Modellwechsel inklusive Regressionsmessung gegen dasselbe Gold-Set
- Sicherheits- und Abhängigkeits-Updates
- Aufnahme neuer Wissensquellen und Anwendungsfälle
- Periodische Architektur-Reviews statt Dauer-Retainer
Wie wir eine Anfrage einordnen
Fast jede Anfrage kommt bereits als Lösung formuliert — «wir brauchen einen KI-Chatbot», «wir wollen ein RAG-System». Unsere erste Aufgabe ist, die Frage dahinter zu finden, und dann die einfachste Technik zu wählen, die sie beantwortet. Oft liegt sie weiter unten auf dieser Leiter, als die Anfrage vermutet.
Ordnung und Metadaten
Wenn Inhalte weder strukturiert noch verschlagwortet sind, hilft kein Retrieval — es findet dann nur zuverlässig das Chaos. «Niemand findet etwas» ist häufiger ein Ordnungsproblem als ein KI-Problem, und die Ordnung nachzuholen ist billiger als jedes Modell.
Volltextsuche
Deterministisch, erklärbar, in Millisekunden, ohne Modell und ohne laufende Modellkosten. Bei exakten Begriffen, Eigennamen, Artikelnummern und Jahreszahlen schlägt sie eine Vektorsuche regelmässig — genau dort, wo Einbettungen ihre Schwäche haben.
Hybride Suche mit Reranking
Volltext- und Vektorsuche kombiniert, die Treffer anschliessend neu sortiert. Deckt exakte Begriffe und freie Umschreibungen zugleich ab und ist in der Praxis fast immer besser als eine reine Vektorsuche. Für viele Wissensbestände ist hier bereits Schluss.
Strukturierte Abfrage oder Wissensgraph
Sobald Fragen Beziehungen und Aggregate betreffen — welche, wo, wie viele, seit wann — ist eine Abfrage über strukturierte Daten präziser als jede Textsuche. Eine Textsuche kann nicht zählen. Ein Graph oder eine Datenbankabfrage schon, und das Ergebnis ist nachrechenbar.
RAG mit generierter Antwort
Sinnvoll, wenn die Antwort aus mehreren Fundstellen zusammengesetzt und formuliert werden muss, statt an einer Stelle zu stehen. Setzt die Stufen darunter voraus: Ein RAG-System ist nur so gut wie die Suche, auf der es steht.
Feinabstimmung eines Modells
Verändert Stil, Format und Tonfall zuverlässig — Faktenwissen dagegen kaum, und neues Wissen gar nicht ohne erneutes Training. Fast nie der erste Schritt, und praktisch nie die Antwort auf «unser Wissen ist schwer auffindbar».
Was eine generierte Antwort dazukauft — und was sie kostet
Eine generierte Antwort bringt einen Fehlermodus mit, den eine Suche nicht hat: das Modell kann korrekt gefundene Belege falsch zusammenfassen. Ein Trefferlink kann unpassend sein, aber er kann nicht lügen. Wer Quellenbeleg verlangt, verlangt im Kern genau diese Rückholbarkeit.
Dazu kommt die Frage, wie viele Anfragen überhaupt eine formulierte Antwort brauchen. In der Praxis ist ein grosser Teil «wo steht das?» und nicht «fasse mir das zusammen». Für die erste Sorte ist eine gute Trefferliste die bessere Antwort — schneller, billiger und ohne Zwischenschicht, die etwas verdrehen kann.
Auch die Messbarkeit unterscheidet sich. Ob die richtigen Dokumente gefunden wurden, lässt sich gegen ein Gold-Set billig und eindeutig prüfen. Ob eine generierte Antwort gut ist, ist teurer zu messen und bleibt zu einem Teil Auslegungssache — das ist der Grund, warum Abnahmeschwellen für generierte Antworten so oft streitig werden.
Nichts davon spricht gegen RAG. Es spricht dagegen, mit RAG anzufangen, bevor geklärt ist, welche Fragen tatsächlich gestellt werden. Wir klären das im Architektur-Workshop der Stufe 1 — und sagen es Ihnen, wenn Stufe 2 oder 3 dieser Leiter genügt. Das ist der billigere Auftrag für uns, aber der ehrlichere für Sie.
Gestaffelt bestellen statt Blankocheck
Jede Stufe hat ein eigenes Ergebnis und einen eigenen Preis. Nach jeder Stufe entscheiden Sie, ob die nächste kommt — und Sie behalten, was bis dahin entstanden ist.
Stufe 1
Anforderungen und Architektur
Moderierter Workshop mit allen Beteiligten. Ergebnis sind ein Architektur-Entscheid, ein Testfragen-Katalog und die gemeinsam definierten Abnahmekriterien. Diese Stufe ist auch dann ihr Geld wert, wenn Sie danach ausserhalb von uns weiterbauen — Sie haben ein Pflichtenheft, das ausschreibungsfähig ist.
Stufe 2
Durchstich
Eine vollständige Strecke läuft produktiv — von der Datenquelle bis zum Ergebnis in der Oberfläche. Nicht alle Funktionen, aber alle Schichten. Das ist der Punkt, an dem sich zeigt, ob die Annahmen aus Stufe 1 tragen, und zwar bevor der grosse Teil des Budgets gebunden ist.
Stufe 3
Ausbau und Abnahme
Funktionsumfang, Qualitäts-Optimierung und die formale Abnahme gegen den Testfragen-Katalog aus Stufe 1. Eine Nachbesserungsschleife ist eingerechnet. Danach folgt die Übergabe an Ihre IT oder der Übergang in den Betrieb bei uns.
Was Sie am Ende in der Hand haben
- Den lauffähigen Quellcode im Repository, inklusive Konfiguration und Prompts
- Ein Betriebshandbuch: starten, stoppen, überwachen, was protokolliert wird und was die Exit-Codes bedeuten
- Die Testfragen und Gold-Sets, gegen die die Qualität gemessen wurde
- Ein Container-Setup, das auf Ihre eigene Infrastruktur überführbar ist
- Ein Übergabegespräch mit Ihrer IT — nicht nur eine Zip-Datei
- Auftragsdatenbearbeitungs-Vertrag und Geheimhaltungsvereinbarung vor der ersten Datenübergabe
Drei Betriebsmodelle
- Wir betreiben, Sie nutzen
- Wir hosten das System in einem Schweizer Rechenzentrum, überwachen den Betrieb und halten es aktuell. Sinnvoll, solange das System jung ist und sich der Funktionsumfang noch bewegt.
- Sie betreiben, wir warten
- Das System läuft auf Ihrer Infrastruktur, Ihre IT hat die Kontrolle. Wir übernehmen Modellwechsel, Updates und Weiterentwicklung nach Aufwand.
- Vollständige Übergabe
- Betrieb und Wartung liegen bei Ihnen. Wir bleiben als Sparringpartner für periodische Architektur-Reviews. Das ist das Modell, auf das wir hinarbeiten — nicht das, gegen das wir uns wehren.
Standort und Datenschutz
Hosting ausschliesslich in Schweizer Rechenzentren, keine US-Anbieter. Als Sprachmodell kommt ein in der Schweiz oder der EU betriebenes Modell zum Einsatz oder ein selbst gehostetes Open-Weights-Modell — welches davon, entscheidet der Architektur-Workshop, weil die Qualitätsschwelle daran hängt. Verarbeitet werden nur die für die Anfrage nötigen Textausschnitte.
Richtwerte
Alle Beträge sind Ab-Preise in Schweizer Franken, exklusive Mehrwertsteuer. Was ein Projekt tatsächlich kostet, hängt an Umfang und Struktur Ihrer Daten, an der geforderten Qualitätsschwelle und daran, ob eine Betriebsumgebung schon existiert. Diese drei Grössen kennt vor dem Architektur-Workshop niemand seriös — deshalb steht hier eine Untergrenze und kein Festpreis.
- Stufe 1 — Requirements- und Architektur-Workshop
- ab CHF 12'500 (Pauschale)
- Stufe 2 — Durchstich
- ab CHF 19'000
- Stufe 3 — Ausbau und Abnahme
- ab CHF 25'000
- Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung
- nach Aufwand, Tagessatz ab CHF 2'500
- Infrastruktur Dritter (Hosting, Rechenleistung, Modell-Nutzung)
- ab CHF 80 pro Monat, direkt beim Anbieter
Eine im Angebot genannte Obergrenze überschreiten wir nicht ohne Ihre vorgängige schriftliche Freigabe. Hochschulen und NGOs erhalten Spezialkonditionen.
Zwei Projekte aus der Praxis
Im Betrieb
Feedback-Strecke für einen Schweizer Grosshändler
Kundenrückmeldungen aus mehreren Touchpoints laufen automatisiert durch eine KI-Auswertung in eine Datenbank und von dort in die Auswertungssichten des Unternehmens. Gestaffelt bestellt, seit August 2026 produktiv durchgängig, Übergabe des Codes an den Kunden ist Teil des Auftrags.
Fall im Detail →Typische Anfrage
Interner Auskunftsdienst — von der Anfrage zur Einordnung
So kommen Anfragen an: bereits als Lösung formuliert. Der Case steht stellvertretend für einen Typ, den wir regelmässig sehen — und zeigt, welche Fragen wir zuerst stellen, warum hier am Ende doch RAG passt, und an welcher Stelle wir dem Kunden widersprochen haben.
Fall im Detail →Häufige Fragen
- Was kostet ein KI-System bei Ihnen?
- Ein Pilot mit Architektur-Workshop, Durchstich und Ausbau bewegt sich erfahrungsgemäss ab rund CHF 56'500 aufwärts, verteilt über drei getrennt bestellbare Stufen. Die Untergrenze gilt für einen überschaubaren Datenbestand und eine bestehende Betriebsumgebung. Wir nennen eine belastbare Zahl erst nach dem Architektur-Workshop — vorher wäre sie geraten.
- Wem gehört der Code am Ende?
- Alles Projektspezifische gehört Ihnen: die Daten, die daraus aufgebaute Wissensbasis, Konfiguration, Prompts und Anpassungen. Diese Bestandteile geben wir in einem gängigen, weiterverwendbaren Format heraus. Unsere wiederverwendbare Architektur- und Methodikbasis bleibt unser Eigentum; daran erhalten Sie ein nicht-exklusives Nutzungsrecht. Diese Trennung ist der Grund, warum ein Pilot bei uns günstiger ist als eine Entwicklung von Grund auf.
- Was passiert, wenn die Qualität nicht reicht?
- Die Qualitätsschwelle wird vor Projektstart gemeinsam definiert und gegen einen vorab gelieferten Testfragen-Katalog gemessen, nicht nach Gefühl abgenommen. Eine Nachbesserungsschleife ist eingerechnet. Wird die Schwelle danach nicht erreicht, bewerten wir das Erreichte gemeinsam und vereinbaren das weitere Vorgehen — statt eine Abnahme zu unterschreiben, die niemand belegen kann.
- Wo laufen unsere Daten?
- In Schweizer Rechenzentren. Keine US-Anbieter. Als Sprachmodell kommt ein in der Schweiz oder der EU betriebenes Modell oder ein selbst gehostetes Open-Weights-Modell zum Einsatz. Ein Auftragsdatenbearbeitungs-Vertrag und eine Geheimhaltungsvereinbarung stehen vor der ersten Datenübergabe.
- Wie lange dauert es bis zum ersten lauffähigen Ergebnis?
- Rund sechs Wochen nach Projektstart, sofern der Datenzugang steht und die Abnahmekriterien aus dem Architektur-Workshop vorliegen. Der Datenzugang ist erfahrungsgemäss der häufigste Grund für Verzug — nicht die Entwicklung.
- Können wir das System später selbst weiterentwickeln?
- Ja, und darauf ist die Bauweise ausgelegt. Das System ist containerisiert, die Verarbeitungsstrecke dokumentiert, die Testfragen liegen bei Ihnen. Ihre IT kann die Strecke erweitern, ohne uns zu fragen. Wenn Sie uns danach für Reviews holen, soll das eine Entscheidung sein und keine Abhängigkeit.
- Brauchen wir zuerst einen Workshop oder eine Beratung?
- Nur, wenn der Anwendungsfall noch nicht feststeht. Ist im Haus unklar, welche KI-Vorhaben Priorität haben, ist die Beratung der günstigere Einstieg. Fehlt dem Team das Grundverständnis, ist es ein Workshop. Wissen Sie dagegen bereits, welches System Sie brauchen, ist der Architektur-Workshop aus Stufe 1 der direkte Weg.
Discovery-Call vereinbaren
30 Minuten gratis. Wir hören uns den Anwendungsfall an und sagen Ihnen, ob daraus ein Entwicklungsprojekt gehört — oder ob ein Workshop oder eine Beratung schneller zum Ziel führt.